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Belletristik > Science Fiction, Fantasy > Fantasy

Stichwörter:

Magie , Götter , Zauberer , " , Mordecai , Mageborn , "Magie

Sprache:

Deutsch

ISBN:

9783492966016

Erscheinungsdatum:

Anzahl Seiten der Print-Ausgabe:

544 Seiten

Der Erzmagier

Dunkle Götter 3

Dunkle Götter

Michael Manning (Autor)

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Inhalt

Der Preis der Magie ist hoch. Sie fordert Entbehrungen und Opfer, und beschwört mächtige Feinde. Der junge Mort hat im Kampf gegen die Gododdin bewiesen, dass er über eine Macht gebietet, die größer ist als die von Königen. Doch dadurch wird er zu einer Bedrohung, selbst für jene, für die er einst zu Felde zog. Feindschaft und Intrige bedrohen das Glück seiner jungen Familie. Selbst Morts Fähigkeiten als Erzmagier können sie nicht vor der Skrupellosigkeit seiner Gegner schützen. Der einzige Weg, um gegen die Dunkelheit bestehen zu können, führt Mort selbst in tiefste Finsternis ... Der düstere Höhepunkt der »Dunkle Götter«-Reihe!

Country of final manufacture

DE

Werbetext Überschrift

Der dritte Band der High-Fantasy-Reihe um den Magier Mordecai!

Titelkurzbeschreibung

Der Preis der Magie ist hoch. Sie fordert Entbehrungen und Opfer, und beschwört mächtige Feinde. Der junge Mort hat im Kampf gegen die Gododdin bewiesen, dass er über eine Macht gebietet, die größer ist als die von Königen. Doch dadurch wird er zu einer Bedrohung, selbst für jene, für die er einst zu Felde zog. Feindschaft und Intrige bedrohen ...

Autorenportrait

Michael G. Manning liest seit seiner Jugend Science Fiction und Fantasy. Er hat sich in der Kunst des Software Designs ebenso wie im Fantasy Artwork versucht und ist außerdem ein begeisterter Baumkletterer. Er lebt in Texas, gemeinsam mit seiner Frau, zwei Kindern und zahlreichen phantastischen Mitbewohnern, wie einem Elchpudel, einem bösartigen Terrier und einer gigantischen urzeitlichen Schildkröte. Seine Romane um die "Dunklen Götter", die er selbst als eBooks veröffentlichte, wurden zu Bestsellern.

Titellangbeschreibung

Morts magischen Kräften scheint niemand gewachsen zu sein. Doch seine Feinde schrecken vor immer weniger zurück, und unvorstellbares Leid erwarten ihn und seine Familie. Kann der junge Erzmagier die, die er liebt, beschützen? Oder wird seine Verzweiflung die Welt in den Abgrund reißen?Der Preis der Magie ist hoch. Sie fordert Entbehrungen und Opfer, und beschwört mächtige Feinde. Der junge Mort hat im Kampf gegen die Gododdin bewiesen, dass er über eine Macht gebietet, die größer ist als die von Königen. Doch dadurch wird er zu einer Bedrohung, selbst für jene, für die er einst zu Felde zog. Feindschaft und Intrige bedrohen das Glück seiner jungen Familie. Selbst Morts Fähigkeiten als Erzmagier können sie nicht vor der Skrupellosigkeit seiner Gegner schützen. Der einzige Weg, um gegen die Dunkelheit bestehen zu können, führt Mort selbst in tiefste Finsternis ... Der düstere Höhepunkt der »Dunkle Götter«-Reihe!

Auszug

Kapitel 1Vorsichtig stieg ich auf der Steintreppe in die unteren Regionen der Burg Lancaster hinab. In meiner Jugend hatte ich zwar viel Zeit auf der Burg verbracht, doch in diesen Bereich hatte ich mich nie vorgewagt.James Lancaster war allseits als ein gerechter und nachsichtiger Lehnsherr bekannt. Deshalb waren die Verliese der Burg während seiner Regentschaft bislang kaum benutzt worden, sah man von den gelegentlich hier eingesperrten Dieben einmal ab. In der letzten Zeit hatte der Krieg gegen Gododdin die Lage allerdings ein wenig verändert, wenngleich nicht so sehr, wie man es hätte erwarten können. In diesem Krieg hatte es keine Gefangenen gegeben, dafür hatte ich gesorgt. Die Erinnerung an die Schlacht war immer noch frisch, und hin und wieder erwachte ich mitten in der Nacht und zitterte am ganzen Leib, auch wenn ich mich nur selten an die Träume erinnern konnte, die meinen Schlummer gestört hatten.Heute war ich gekommen, um eins der Probleme zu lösen, um die ich mich seit Ende des Krieges noch nicht hatte kümmern können. Einer meiner Verbündeten, aus dem beinahe sogar ein Freund geworden wäre, hatte sich am Ende gegen mich gewandt. Allerdings war es kein schlichter Verrat gewesen, und Cyhan hatte durchaus seine Gründe gehabt. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, konnte man sogar behaupten, ich hätte eher ihn hintergangen als er mich. Denn der Krieger, der hier eingesperrt war, hatte sich im Grunde vollkommen ehrenhaft verhalten und war dem Vertrauen, das der König in ihn gesetzt hatte, gerecht geworden. Doch ebendieser König hatte mich zum Gesetzlosen erklärt. Je genauer ich die Sache betrachtete, desto stärker kam ich zu der Gewissheit, dass Cyhan es nicht verdient hatte, in der Zelle zu sitzen.Keiner dieser Gedanken war mir neu; ich hatte sie seit der Schlacht vor der Burg Cameron beinahe täglich hin und her gewälzt. Eigentlich hätte ich schon viel eher herkommen müssen, doch tausend dringendere Angelegenheiten hatten mich davon abgehalten, und in meinen seltenen freien Momenten hatte ich gezaudert " was daran lag, dass dies keine Unterhaltung war, auf die ich mich freute.Nun stand ich vor einer massiven Holztür und spürte mit meinem Magiersinn den Mann, der drinnen wartete. Schon lange, bevor ich an der Tür eingetroffen war, hatte er mich gehört, aber das war keine Überraschung. Das Verlies war sehr dunkel und still, jedes Geräusch schien hier tausendfach verstärkt zu werden. Obwohl James mich gedrängt hatte, mehrere Wächter mitzunehmen, war ich allein gekommen. Bei unserer letzten Begegnung war Cyhan fest entschlossen gewesen, mich möglichst bald ins Grab zu befördern.Den angebotenen Begleitschutz hatte ich vor allem abgelehnt, weil ich allein mit ihm reden wollte. Außerdem waren die Wächter " falls er wirklich gewalttätig wurde " ohnehin keine große Hilfe. Der erfahrene Veteran war vermutlich der geschickteste und gefährlichste Krieger, dem ich je begegnet war. Wenn ich ihn nicht selbst aufhalten konnte, bedeuteten die Wachen ohnehin nichts anderes als ein paar zusätzliche Todesfälle. Ich hätte schon jemanden wie Dorian mitnehmen müssen, wenn ich ernstlich mit Gewalttaten gerechnet hätte.Schließlich schöpfte ich tief Luft, zog den Riegel weg und sperrte die Tür mit einem Gedanken und einem Wort auf. Den Schlüssel hatte ich nicht mitgebracht, denn Schlösser stellten kein großes Hindernis mehr für mich dar. Der Geruch in der Zelle war alles andere als angenehm. Der Mann, den ich aufsuchte, saß am anderen Ende des Raums und beobachtete aufmerksam mein Eintreten. Er machte keine Anstalten, sich zu erheben.Ich betrachtete ihn genau. Cyhan war zerlumpt, aber bei guter Gesundheit. James hatte dafür gesorgt, dass der Gefangene mit sauberem Wasser und anständigem Essen versorgt wurde. Die Haare waren ungekämmt, ich konnte jedoch erkennen, dass er sich bemüht hatte, sich gelegentlich zu waschen. Ein Mann wie Cyhan ging nicht in dumpfer Verzweiflung unter. »Du siehst schlimm aus«, begrüßte ich ihn zwanglos. Normalerweise beginne ich Gespräche lieber mit einem Kompliment, aber mir war keines eingefallen.Er schnitt eine Grimasse. Die Miene schien beinahe von Humor zu künden, doch die Regung war vorüber, ehe ich sie richtig erkennen konnte. Eine Antwort schenkte er mir nicht.»Ich bin gekommen, um die Dinge zwischen uns ins Lot zu bringen«, fügte ich hinzu.»Dann hast du also einen Tag bestimmt«, entgegnete Cyhan.Beinahe hätte ich ihn gefragt, was er damit meine, aber dann dämmerte mir, dass er offenbar auf seine Hinrichtung anspielte. »Ich habe nicht die Absicht, dich zu töten«, widersprach ich.»Dann bist du ein Narr.«»Erstaunlich, dass du nie ein Ratgeber des Königs geworden bist, denn als Krieger verschwendest du nur deine übergroße Liebenswürdigkeit«, antwortete ich sarkastisch. »Ich bin gekommen, um dir einen Ausweg anzubieten.«»Vergiss es. Ich habe getan, was ich geschworen hatte. Meine Entscheidungen habe ich selbst getroffen, und im Gegensatz zu einigen anderen habe ich meine Eide nicht gebrochen.« Sein Blick durchbohrte mich, als er mir dies sagte. Es war ein bewusster Versuch, mich zur Weißglut zu reizen.»Als du das letzte Mal so mit mir umgesprungen bist, ist mir der Kragen geplatzt. Mit dieser Taktik verschwendest du heute nur deine Zeit«, entgegnete ich. Tatsächlich hatte er beim letzten Mal meine Mutter als Versagerin gebrandmarkt, woraufhin ich versucht hatte, ihn anzugreifen. In den letzten Monaten waren aber zu viele Dinge geschehen, als dass ich wegen derart läppi-scher Beleidigungen noch die Fassung verloren hätte.»Wenigstens lernst du dazu«, räumte er ein. »Trotzdem, meine Haltung wird sich nicht verändern. Deine einzige Möglichkeit besteht darin, mich zu töten.«»Ich entscheide selbst, welche Möglichkeiten ich habe«, widersprach ich ruhig, »und du wirst dir anhören, was ich zu sagen habe, ehe du deine Wahl triffst.«Er verschwendete kein Wort auf eine Antwort, sondern stand lediglich langsam, behutsam und ein klein wenig drohend auf. Ich beobachtete ihn genau und sprach weiter: »Der König hat mir neulich eine Botschaft geschickt.« Nun war mir die Aufmerksamkeit des älteren Kriegers sicher. Seine Körpersprache verriet mir, dass ich sein Interesse geweckt hatte.»Und?«, fragte er.»Er wünscht ein geheimes Treffen. Die Gründe hat er nicht genannt, aber ich rechne damit, dass er einen Ausweg aus unserer unerfreulichen politischen Situation sucht.«»Er wünscht deinen Tod. Dein Sieg hier hat für ihn ebenso viele Probleme geschaffen wie gelöst«, entgegnete Cyhan.»Ich hätte nicht gedacht, dass dir dies immer noch wichtig ist.« Meine Bemerkung war zwar sarkastisch gemeint, doch verriet mir die Intuition, dass ich nicht sehr weit von der Wahrheit entfernt war.»Ich glaube, du bist der Untergang der Menschheit, und mein Eid gebietet mir, dich zu töten, nachdem du die Bindung gebrochen hast.« Er hielt einen Augenblick inne, ehe er fortfuhr: »Trotzdem, stünden die Dinge anders, würde ich dich gern als Freund bezeichnen.«Beinahe hätte ich mich verschluckt. Das musste aus dem Munde dieses wackeren Kriegers als ein äußerst gefühlvolles Eingeständnis gelten. Ich überspielte meinen Schreck mit einem kurzen Lachen. »Du überraschst mich immer wieder. Ehrlich gesagt, ich bin überzeugt, dass du sogar deine eigene Mutter töten würdest, wenn sie an meiner Stelle wäre.«Er starrte mich unverwandt an, was meine Vermutung viel nachdrücklicher bestätigte, als zahlreiche Worte es vermocht hätten. So beunruhigend diese Vorstellung auch sein mochte, sie war immerhin stimmig. Ich fuhr fort: »Glaubst du denn immer noch, ich werde verrückt? Seit der Auflösung der Bindung ist schon mehr als ein Monat vergangen.«»Wie soll ich das wissen? Der Wahnsinn kann viele Formen annehmen. Hörst du nach wie vor die Stimmen?«, fragte er. Es klang nach aufrichtiger Neugierde.»Gewiss. Ich höre sie jetzt sogar ständig und habe mich daran gewöhnt. Es ist lange nicht mehr so beunruhigend, wenn man weiß, was die Stimmen repräsentieren«, erwiderte ich gelassen. In Wirklichkeit hörte ich das tiefe Pochen der Erde sogar in diesem Augenblick, und in der Luft lag ein Murmeln, das ich inzwischen mit dem Wind in Verbindung brachte. Die ganze Welt war lebendig, ich hörte sie mit tausend Stimmen leise flüstern. Da ich inzwischen wusste, was ich da zu hören bekam, hatte ich bei Weitem nicht mehr so viel Angst wie zu Beginn.Als ich sprach, zog ein Schatten über Cyhans Gesicht, und er wandte sich ab. »Sag mir " was repräsentieren sie?« Scheinbar klang es ruhig, doch meinem Magiersinn entging die zunehmende Spannung in seinem Körper nicht.»Die Welt ist lebendig, und wer die richtigen Ohren hat, kann sie sprechen hören. Das ist alles«, entgegnete ich.»Du sagst so etwas und erwartest immer noch, dass ich dich nicht für verrückt halte?«»Vor dem Großen Sturz kannten die Magier keine Bindung. Einige konnten die Stimme der Erde hören und deren Kräfte zu Hilfe rufen. Moira Centyr hat Balinthor nicht mit der Magie allein besiegt«, antwortete ich.»Lügen! Hat dir ein dunkler Geist diese Dinge eingeflüstert, damit du deinen Wahnsinn mit Macht verwechselst?« Mit wütend verzerrtem Gesicht drehte sich Cyhan zu mir herum.»Nein. Ich habe es in einem Geschichtsbuch gelesen, das nicht lange nach dem Großen Sturz entstanden ist. Im Haus meines Vaters gibt es eine umfangreiche Bibliothek, die vor feindseligen Priestern und Politikern gut geschützt wird.«»Was soll das heißen?«»Genau das, was ich gesagt habe. Ob du es glaubst oder nicht, ist deine Sache«, entgegnete ich ruhig.»Natürlich glaube ich es nicht«, gab er zurück.»Natürlich nicht. Denn wenn du es als wahr annähmest, müsstest du vieles, was man dich gelehrt hat, als Lüge verwerfen und einsehen, dass die Wahrheiten, auf die sich dein Eid gründet und denen du dein Leben gewidmet hast, falsch sind.«»Du vergeudest deine Zeit«, knurrte der ältere Mann halblaut.»Beantworte mir eine Frage. Falls du mir irgendwann glauben kannst " sofern du eines Tage

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